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Am 3. und 4. Juli fanden in Helmstedt und in Wolfenbüttel Angehörigen-Workshops mit über 50 Teilnehmenden statt. Das Thema der Schulung war „Von der Betreuung zur Assistenz – Veränderte Anforderungen und deren Auswirkung auf die Gestaltung des Alltags nach dem BTHG“. Die Veranstaltungen wurden von Herrn Herbert, einem externen Referenten mit eigenen Praxiserfahrungen als Wohnstättenleitung und Auditor, durchgeführt. Herr Herbert hat das Thema in den vergangenen zwei Jahren bereits für Mitarbeitende der Wohnbereiche geschult und dadurch Veränderungsprozesse in der Betreuung und Förderung in den einzelnen Wohnbereichen in Gang gebracht. Diese zeigen, dass das Thema auch für Angehörige und gesetzliche Betreuer:innen interessant ist. Folglich wurden die Workshops für die beiden Standorte geplant. In den jeweils 5-stündigen Veranstaltungen wurden die Kernprinzipien und Ziele des BTHG, Änderungen für Leistungserbringer, die neuen Rollen insbesondere der Angehörigen und gesetzlichen Betreuer:innen sowie Neuerungen im Betreuungsrecht vorgestellt. Ausreichend Raum fanden auch lebhafte Diskussionen und ein übergreifender Austausch zwischen allen Beteiligten. Diese ergaben sich schnell durch mitunter erfrischend provokante Aussagen und Fragen des Referenten. Beispielhaft zu nennen sind folgende:

„Was können die Menschen im Wohnen wirklich selbst bestimmen?“

„Wer kommt wann und wie in die persönlichen Räumlichkeiten der Bewohner:innen?“

„Würden Sie in der Einrichtung, in der Sie arbeiten, selbst gern wohnen?“

Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass es wirklich wichtig ist, unsere Bewohner:innen als Expert:innen in eigener Sache wahrzunehmen und immer mehr Selbstbestimmung im Alltag zuzulassen. Es ist klar, dass dies langfristige Veränderungsprozesse sind, die gemeinsam mit unseren Wohneinrichtungen und den Angehörigen / gesetzlichen Betreuer:innen, die Wohn- und Betreuungsqualität stetig verbessern werden. Hierfür war es gut, dass an den Workshops auch Mitarbeitende sowie Vertreter:innen der Kostenträger teilgenommen haben. Beide Veranstaltungen wurden als kurzweilig und in angenehmer Atmosphäre wahrgenommen. Hierfür wurden jeweils die Kantinen unserer Werkstätten Beendorfer bzw. Mascheroder Straße genutzt mit nett dekorierten Tischen sowie der leckeren Verpflegung durch unsere Küchen.

Unterstützt wurden die Bildungsveranstaltungen an beiden Standorten von Aktion Mensch, wofür wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Es gibt bereits Ideen, im nächsten Schritt weitere inklusive Workshops zu dem Thema zusammen mit Bewohner:innen bzw. Beschäftigten durchzuführen.


Mathias Nowatzki
M.Nowatzki@lebenshilfe-he-wf.de