Unser Streuobstwiesen-Projekt

Im Herbst des vergangenen Jahres 2022, ist es uns gelungen, auf einem großen Teil ungenutzten Geländes der WIR in Helmstedt, den Grundstein für eine Streuobstwiese zu legen.

In einem ersten Schritt haben hier Beschäftigte der Werkstatt für Industriearbeit, 24 hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Überwiegend sind das bislang Apfelbäume unterschiedlicher Sorten. Ergänzt werden diese durch einige wenige Birnbäume.
Bei der Auswahl der Sorten haben wir uns bevorzugt alte Obstsorten ausgesucht. Diese sind gegenüber Neuzüchtungen meist widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Mit dem Projekt wollen wir einen Beitrag leisten zum Schutz von Umwelt und Natur, und damit letztlich auch des Klimas.

Bei der Planung des Projektes haben wir uns eng an Vorgaben des BUND und des NABU gehalten, mit dem Ziel ein ganzheitliches, ökologisch wertvolles Biotop zu schaffen, in dem sich nützliche Insekten, Amphibien und Vögel wohl fühlen.

Unsere Bäume stammen übrigens aus einer Bio zertifizierten Baumschule!

Hier gibt es weitere Informationen:

Streuobstwiesen sind die artenreichsten Biotope Mitteleuropas und ein altes Kulturgut. In ihnen wurden tausende verschiedene Obstsorten mit ebenso vielen Geschmacksnuancen gezüchtet und kultiviert.

Streuobstbeständen gemeinsam ist die regelmäßige Nutzung sowohl der Hochstamm-Obstbäume (Obernutzung) als auch der Flächen unter den Bäumen (Unternutzung). Die umweltverträgliche Nutzung eines Streuobstbestandes schließt die Anwendung synthetischer Behandlungsmittel wie Pestizide und Dünger aus. Hochstamm-Obstbäume sind hierbei gemäß den bundesweiten Gütebestimmungen definiert als Obstbäume mit mindestens 160 Zentimetern Stammhöhe (1950 bis 1995), bei Neupflanzungen mit mindestens 180 Zentimetern Stammhöhe.

Die häufigste Anlageform ist die Streuobstwiese, bei der hochstämmige Obstbäume auf Wiesen, Weiden oder Mähweiden stehen. Nach NABU-Schätzungen existieren bundesweit rund 300.000 Hektar Streuobstbestände, davon über 95 Prozent Streuobstwiesen.

Streuobstbestände sind menschengemachte Kulturlandschaften, eine Form des Obstanbaus, die auf eine Mehrfachnutzung angelegt ist. Das bedeutet, auf derselben Fläche wird Obst angebaut und gleichzeitig Grünlandbewirtschaftung, Ackerbau oder Gartenbau betrieben. Streuobstwiesen sind die bekannteste Form des Streuobstanbaus, wobei die Wiese gemäht oder beweidet werden kann. Bei extensiver Nutzung entsteht dort artenreiches Grünland, das einer Vielfalt an Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet.

Auf Streuobstwiesen sind unterschiedliche Obstarten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Walnüsse zu finden. Zudem zeichnen sie sich durch eine hohe Sortenvielfalt aus. Das Obst wächst meistens auf hochstämmigen Bäumen unterschiedlichen Alters, die verstreut mit großen Abständen in der Landschaft stehen. Durch Verzicht auf synthetische Behandlungsmittel wie Pestizide und Dünger werden diese artenreichen Lebensräume geschaffen.

Aktuell haben wir Apfelbäume, Birnbäume, und 2 noch sehr kleine Walnussbäume. Weitere Sorten sind geplant, allerdings ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, welche das dann sein sollen. Welches Obst mögt Ihr am liebsten? Sprecht uns an, oder schreibt uns eine Mail! Wie ihr uns am besten erreichen könnt, findet Ihr am Ende der Seite.

Unsere Äpfel im Überblick:

Altländer Pfannkuchenapfel
Winterapfel ‚Altländer Pfannkuchenapfel‘

Aus dem ‚Alten Land‘ bei Hamburg stammt diese alte Apfelsorte. Dort wurde sie im Jahr 1840 entdeckt. Die äußerst lange Lagerfähigkeit, sowie das unvergleichliche Aroma machen den Winterapfel ‚Altländer Pfannkuchenapfel‘ so beliebt. Sein festes, fruchtiges und süßes, sowie säuerliches Fruchtfleisch ist ein Genuss. Was sein Name verspricht, können Obstliebhaber umsetzen. Im Pfannkuchen wird dieser Apfel mit seinem exklusiven Aroma zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis. Der zu den alten Apfelsorten gehörende Malus ist für Allergiker bestens geeignet.

Die Früchte des Malus ‚Altländer Pfannkuchenapfels‘ haben eine flachrunde Form und sind mittelgroß. Sonnenseits färben sich die Früchte rötlich, ansonsten ist die Schale bei Reife eher matt gelblich. Die Grundfarbe der Schale ist aber grün. Sie sind reich an Vitamin C und somit eine Bereicherung für jeden Nutz- und Obstgarten. Mit einem mittelstarken Wuchs wächst dieser Winterapfel im Garten heran. Dabei bildet er eine attraktive hochkugelige Krone aus. Gegenüber Witterungsverhältnissen zeigt sich diese Sorte äußerst robust. Das Fruchtfleisch ist fest und von grünlichweißer Farbe. Der windfeste Baum erreicht mit seinem Wuchs eine maximale Höhe von bis zu 4 Metern und präsentiert sich damit prachtvoll im Hausgarten. In der Breite erreicht er bis zu 3 Meter. Zu Beginn wächst er mittelstark und später etwas schwächer. Im Jahr erreicht er dann zwischen 20 bis 40 Zentimeter an Zuwachs. Er eignet sich gut für kleinere Gärten oder als Gruppenanpflanzung auf großen Flächen.

Der Winterapfel ‚Altländer Pfannkuchenapfel‘ steht vorzugsweise an einer luft- und bodenfeuchten Lage. Dort sollte der Boden möglichst feucht, nährstoffreich und gern lehmig sein. Bestenfalls steht der Baum an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Apfelbaum zeigt sich äußerst robust und ist wenig anfällig für typische Krankheiten wie Schorf oder Stippe. Die passenden Pollenspender sollten maximal 200 Meter von dem ‚Altländer Pfannkuchenapfel‘ entfernt stehen, um eine Befruchtung gewährleisten zu können. Seine Pflückreife erreicht diese Apfelsorte ab Ende Oktober, wenn sich der Gärtner schon fast ungeduldig auf seine Ernte freut. Der Apfel lässt sich ab da an bis spätestens November ernten. Daraufhin folgt die Lagerung des Apfels, bis er frühestens ab Februar bis März seine Genussreife für den frischen Verzehr erreicht und sein volles Aroma entfaltet. Für die Weiterverarbeitung (auch zu Pfannkuchen) steht er schon mit der Ernte zur Verfügung, auch wenn sich sein voller Geschmack erst später entfaltet. Das Apfellager sollte eine Temperatur von 2 bis 5°C und eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Ist das Lager insgesamt zu feucht, dann kann die Schale verbräunen, der Apfel ist aber dennoch verwendbar. Daher sollte ein Apfel möglichst luftig eingelagert werden.

Apfelfarbe grüngelb
Erntezeit Ende Oktober – November
Frucht mittelgroß, glatte ledrige Schale
Fruchtfleisch mittelfest
Genussreife Februar – Juni
Geschmack süßsäuerlich
Lagerfähigkeit Ende Oktober – Juni
Geheimrat Dr. Oldenburg

Geheimrat Dr. Oldenburg, oft einfach Oldenburg genannt, ist eine Apfelsorte, die 1897 an der damaligen Höheren Lehranstalt für Obstbau zu Geisenheim gezüchtet wurde.
Die ersten Äpfel wurden 1904 geerntet und zu Ehren von Geheimrat Regierungsrat Dr. Oldenburg, vortragender Rat im damaligen landwirtschaftlichen Ministerium in Berlin, benannt.

Die Früchte des Malus ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘ lassen sich vielfältig verarbeiten. Der Gärtner nutzt den Apfel für die Saft- und Mostherstellung oder als Koch- und Backapfel. Der Apfel ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘ kommt ursprünglich aus Geisenheim, Hessen. Dort wurde der Kulturapfel erstmals 1897 von dem Institut „Höhere Lehranstalt für Obstbau“ kultiviert. Nach der ersten Ernte 1904 erhielt der Baum zu Ehren von Geheimrat Dr. Oldenburg, der zu dem Zeitpunkt vortragender im damaligen landwirtschaftlichen Ministerium in Berlin war, seinen Namen. Mancher Gärtner kennt den Apfel unter den Namen Oldenburg oder Geheimrat Oldenburg.

Dieses herrliche Obstgehölz ist ein Kreuzungsprodukt der Sorten ‚Minister von Hammerstein‘ und ‚Baumanns Renette‘. Als Befruchter bieten sich hier beispielsweise die Sorten ‚James Grieve‘, ‚Goldparmäne‘ und ‚Weißer Klarapfel‘ an. Hat der Gärtner keinen Platz in seinem Garten, macht das nichts. Eine dieser Sorten auf dem naheliegenden Nachbargrundstück leistet ebenfalls gute Dienste. Auch ein Zierapfel dient als Befruchter, mit welchem die Ernte ebenso ergiebig sein wird, wie mit einem Kulturapfel. Der ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘ mag es gern windgeschützt, da seine Früchte nicht windfest sind. Die Ernte findet Mitte bis Ende September statt. Die mittelgroßen Tafelfrüchte haben bei Reife eine gelbgrüne Farbe mit sonnenseits hell- bis dunkelroter Deckfarbe. Die Genussreife hält sich von Oktober bis Dezember. Jedoch braucht der Feinschmecker die Früchte zeitnah auf, da während des Lagerns der Geschmack schnell nachlässt. Dieser Apfel findet sich seltener im erwerbsmäßigen Anbau. Als Herbstapfel kommt er mit Birnen, spätem Steinobst und Trauben in die Reife, was den Obstbauern viel Arbeit zur selben Zeit beschert. Daher ist er aufgrund seines einzigartigen, nahezu exotisch wirkenden Geschmacks vermehrt in Liebhabergärten angesiedelt. Unter anderem zählt diese Apfelsorte zu den beliebtesten Herbstapfelsorten.

Der junge Apfelbaum steht gern auf gut durchlässigem, normalem Gartenboden. Um ein gutes Wachstum zu erreichen, düngt der Gärtner regelmäßig. Wer einen Obstbaum für mittlere Höhenlagen sucht, hat mit diesem eine geeignete Sorte gefunden. In jungen Jahren wächst der ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘ stark und typisch dichttriebig, mit zunehmendem Alter ist der Wuchs gemächlicher. Die Krone trägt der ausgewachsene Baum breitkugelig. Ein regelmäßiger Auslichtungs- und gelegentlicher Verjüngungsschnitt beugt einem Vergreisen der Krone vor. Die im Mai auftretende Blüte besitzt fünf Kronblätter in denen sich später pro Blatt ein Kern bildet. So entsteht das Kerngehäuse im Apfel. Die mittelfrühe Blüte kommt den Insekten wie Bienen und Hummeln entgegen. Hummeln sind früh unterwegs und benötigen den Nektar um ihren kleinen Körper bei Kräften zu halten. Neben den Blüten als Nektarspender für die Insekten, bietet ebenfalls das Fallobst reichlich Nahrung für Rehe und Vögel im Winter. Auch Wespen und andere nützliche Tiere bedienen sich daran.

 

Frucht
Apfelfarbe Grüngelb
Erntezeit Ende Oktober – November
Frucht Mittelgroß, glatte ledrige Schale
Fruchtfleisch Mittelfest
Genussreife Februar – Juni
Geschmack Süßsäuerlich
Lagerfähigkeit Ende Oktober – Juni
Finkenwerder Herbstprinz

Der Winterapfel Finkenwerder Herbstprinz ist eine alter, seit der Zeit um 1860 bekannter Obstbaum. Dieser wunderbare Winterapfel beweist, dass gesundes und aromatisches Obst nicht importiert sein muss. Er gehört zu den traditionellen Apfelsorten, die verstärkt in den Fokus rücken. Vielen als Hasenkopf oder Prinzenapfel` bekannt, zieht er heute erneut in unsere Gärten ein. Apfelkenner schätzen ihn aufgrund seiner robusten Art gegenüber Pilzen und Schädlingen. Auch wegen der reichen Ernte, die er nach wenigen Jahren bietet, ist er ein begehrtes Gehölz. Die Früchte von (bot.) Malus Finkenwerder Herbstprinz schmecken herrlich frisch als Tafelobst. Der Apfel lässt sich wunderbar bis zum zeitigen Frühjahr lagern und bietet über einen langen Zeitraum hinweg eine wichtige Portion Vitamine. Die vitaminreichen Äpfel des Winterapfel Finkenwerder Herbstprinz sind mittelgroß bis groß und spitz kegelförmig. Verlockende rote Streifen überziehen die grüne Schale halbseitig. In das weißgelbe Fruchtfleisch will jeder direkt hinein beißen, so fest und saftig ist es. Die Ernte der aromatischen Früchte beginnt im Oktober. Schon beim ersten Biss entfaltet der Malus Finkenwerder Herbstprinz sein leicht säuerliches Aroma und eignet sich hervorragend als frischer Tafelapfel. Auch in der Mosterei findet er Einsatz und bietet sich für köstliche Säfte an.

Nach dem Pflücken reift der Apfel nach. Die volle Genussreife entfaltet der Winterapfel Finkenwerder Herbstprinz durch das Lagern. Dieses gelingt bei ausreichend hoher Luftfeuchte, am besten in einem kühlen Keller. Ausgebreitet auf einem Holzbord oder einer Zeitungsunterlage, halten sich die Äpfel bis in den März hinein. Faule Äpfel sortiert der Gärtner sorgfältig aus. Eine leichte Welke des Apfels ist normal und schadet dem Geschmack in keiner Weise. Diese beliebte Apfelsorte eignet sich hervorragend zum Backen und Kochen. Einem duftenden Apfelkuchen und leckerem Apfelmus ist schwer zu widerstehen. Der Winterapfel Finkenwerder Herbstprinz ist ein buschig wachsender Obstbaum. Er erreicht eine Höhe von circa vier bis fünf Metern. In der Breite rechnet der Gärtner mit zwei bis vier Metern. Charakteristisch sind sein schiefer Stamm, eine flach kugelige Krone mit leicht überhängenden Zweigen und ein gleichmäßiges Ausbilden von Fruchtholz. Durch seinen mittelstarken Wuchs bietet er sich für den Hausgarten und die Streuobstwiese an. Er stellt geringe Ansprüche an den Gartenboden, frisch, feucht und durchlässig ist dieser ideal. Auch in kühleren und feuchten Regionen kommt er gut zurecht. Apfelbäume dieser Sorte sind winterhart und erreichen ein hohes Alter. Weiß-rosa Blüten überziehen ab Mai sanft das grüne Blattwerk. Der Malus Finkenwerder Herbstprinz gehört zu den Obstbäumen, die einen Befruchter benötigen. Für das Entwickeln von Früchten ist ein guter Pollenspender in der Nachbarschaft von großem Vorteil. Gute Befruchtersorten sind beispielsweise Cox, Elstar, James Grieve, Goldparmäne und Berlepsch. Unzählige Blüten locken fleißige Bienen an, die die Pollen hin- und hertragen. Auf diese Weise bestäuben sie die Blüten und sichern die kommende Ernte.

Schöner aus Boskoop

Der Winterapfel Schöner aus Boskoop trägt saftige Früchte mit einem herrlichen Aroma. Die Früchte schmecken kräftig weinsäuerlich und wenig süß. Sie eignen sich hervorragend zur Weiterverarbeitung in der Küche. Aus den Äpfeln von (bot.) Malus domestica Schöner aus Boskoop lässt sich köstliches Apfelmus zaubern und auch für Kuchen ist das Obst bestens geeignet. Als Bratapfel laufen die großen und rundlichen Früchte zur Weihnachtszeit zur Hochform auf. Die Schale ist fein angeraut und mattglänzend. Sie ist grünlich gelb gefärbt und weist dazwischen bräunliche Streifen auf. Sonnenseits sind die Äpfel des Winterapfels Schöner aus Boskoop häufig gerötet, besonders wenn sie lange am Baum hängen bleiben.

Die Ernte der leckeren Äpfel beginnt ab Mitte Oktober und sie reifen noch lange nach. Erst ab Mitte Dezember sind sie vollends genussreif. Zum Glück lassen sie sich lange lagern und halten sich bis zum April. Der Winterapfel Schöner aus Boskoop wächst stark und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 450 cm. Für ein gutes Gedeihen braucht der Apfelbaum einen ausreichend feuchten und nährstoffreichen Boden. Ein Standort in der Sonne begünstigt die Entwicklung vieler Blüten und entsprechend auch den Fruchtertrag. Doch wächst der Malus domestica Schöner aus Boskoop auch gut an halbschattigen Plätzen im Garten. Die Sorte entstand bereits 1856 im holländischen Boskoop, was der Pflanze ihren Namen einbrachte. Der Winterapfel Schöner aus Boskoop ist unkompliziert und eignet sich auch für Gartenneulinge. Gut eingewurzelte Pflanzen dieser Sorte zeigen sich winterhart bis zu Temperaturen von rund -29 °C.

Korbiniansapfel

Der Winterapfel Korbiniansapfel bezaubert den Betrachter mit üppiger Blüte und liefert würzige und saftige Äpfel. Der Winterapfel Korbiniansapfel ist ein traumhaftes Gewächs. Der Baum selbst erinnert durch seine mittelgroße und leicht gedrungene Gestalt an einen Apfel. Glänzend grünes Laub ziert die Äste des (bot.) Malus Korbiniansapfel. Seine weiße Blütenpracht erstrahlt in Gärten und auf Streuobstwiesen im Frühling und verbreitet ein malerisches Flair.

Der Malus Korbiniansapfel verwandelt sich über Nacht in eine weiße Blütenwolke. Sie fasziniert den Gärtner und zieht Bienen und andere Insekten magisch an. Zuvor sind die Knospen, typisch für diese Apfelart, rosa angehaucht. Die Blüten sitzen in kleinen Dolden auf den Zweigen. Aus den Blüten des Winterapfels Korbiniansapfel entwickeln sich mittelgroße Früchte. Sie sind rund, fünfrippig und leicht abgeflacht. Absolut begeisternd erscheinen die pflückreifen Früchte in der Zeit von Ende Oktober bis Mitte November. Dann zeigen die Äpfel des Malus Korbiniansapfel verschieden gefärbte Seiten. Im Schatten gelegene Partien sind gelb. Auf der Sonnenseite bekommt die Schale rote Streifen. Je mehr Sonne die Früchte erhalten, desto intensiver entwickeln sich die Farben.

Bei der Ernte ist die Schale des Apfels leicht fettig. Diese Eigenart verweist darauf, dass die Früchte gut lagerfähig sind und wenig Feuchte verdunsten. Sie halten sich nach der Ernte in einem kühlen Raum problemlos bis zu fünf Monate. Während des Lagerns verändert der Winterapfel Korbiniansapfel sein Aussehen. Langsam bekommt er einen goldgelben Farbton, der zusammen mit den rotgelben Streifen Genuss verspricht. Der Apfel des Malus Korbiniansapfel ist intensiv würzig, das Fleisch ist fest, herrlich saftig und weist eine harmonische Balance zwischen feiner Säure und Süße auf. Roh oder in Speisen verarbeitet, ist der Winterapfel Korbiniansapfel eine wahre Gaumenfreude.

Der Winterapfel Korbiniansapfel ist ein Kulturapfel (Malus domestica).Die Sorte Korbiniansapfel ist eine Zuchtform mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Pfarrer Korbinian Aigner, verschleppt in das Konzentrationslager Dachau, züchtet dort Äpfel. Aus vielen Apfelkernen entstehen rund 120 Sämlinge, die er aus dem Lager schmuggeln lässt. 1945 flieht er kurz vor Kriegsende aus dem Lager. Aus den Sämlingen sortiert er vier Kreuzungen aus. Er nennt sie K1 bis K4. Aus K3 entsteht der Korbiniansapfel, Malus Korbiniansapfel, der 1985 seinen Namen bekommt.

Die Sorte Malus Korbiniansapfel ist gut winterhart und wächst bis in mittlere Höhen. Sie ist für Hanglagen geeignet und übersteht rauere Winde. Der Einsatz reicht vom mittelgroßen Hausgarten bis zur Streuobstwiese. Notwendig ist ein gut vorbereitetes Pflanzloch. Es soll ausreichend breit und tief sein. Gute Humuserde verbessert zu mageren Boden. Grober Sand lockert festen Lehmboden. Zwei Pflöcke dienen dem Befestigen des Winterapfels Korbiniansapfel. Das nahrhafte Substrat drückt der Gärtner gut an, gießt den Baum gut an und bindet ihn fest. Bereits im zweiten Standjahr kann der Winterapfel Früchte tragen.

Als Befruchter: Idared

Der Winterapfel Idared
Gelblichgrün bis weißlichgelb zeigt sich diese Sorte bis zur Reife. Dann nimmt sie eine intensiv rötliche Farbe an. Die Früchte sind mittelgroß bis groß und sehr fein gerippt.
Das saftige, feste Fruchtfleisch ist eigentlich weiß, kann aber auch manchmal leicht rötlich gefärbt sein. Es schmeckt feinsäuerlich mit wenig ausgeprägtem Aroma.
Der hohe und regelmäßige Ertrag ist früheinsetzend.
Idared entstand um 1930 in den USA (Idaho).
Diese Sorte ist auch für Höhenlagen geeignet und ein guter Pollenspender.

Frucht
Die Äpfel werden ab Mitte Oktober bis Anfang November geerntet. Sie sind druckfest, unproblematisch bei der Lagerung und bis Ende Januar, im CA-Lager* sogar bis Juni haltbar.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, wiegen etwa 140 Gramm und haben ein festes, knackiges und saftiges, weißes Fruchtfleisch. Der Geschmack ist feinsäuerlich ohne viel Aroma. Die Grundfarbe ist gelbgrün, die Deckfarbe geht in Dunkel- bis Purpurrot über. Die Schale ist gepunktet.

Und: Florina

Der Apfelbaum ‚Florina‘ ist eine der neueren, im Bioanbau sehr beliebten Apfelsorten. Er wurde in Frankreich gezüchtet. Innerhalb kürzester Zeit haben viele biologisch wirtschaftenden Betriebe in ganz Europa die Apfelsorte Malus Domestica ‚Florina‘ übernommen wie die Äpfel des Apfelbaums ‚Florina‘ auch genannt werden. Aufgrund der schönen Blüte und guten Geschmacks ist der Malus Domestica ‚Florina‘ in vielen Hausgärten zu finden.
Malus Domestica ‚Florina‘
Die sortentypischen großen Malus Domestica ‚Florina‘ des Apfelbaumes sind zunächst unscheinbar schwach grün gefärbt. Dies ändert sich mit jedem Sonnentag. Schnell ist der Apfelbaum ‚Florina‘ mit leuchtend orangerot gefärbten Äpfeln behangen. Die Malus Domestica ‚Florina‘ sind teils karminrot bemalt und immer bläulich behaucht. Weiße Fruchtpunkte verleihen der Frucht zusätzliche Schönheit. Das cremefarbene Fruchtfleisch ist fest und sehr saftig. Im Lager wird es lockerer.
Geschmack
Der vorherrschende süßfruchtige Geschmack der Früchte des Malus Domestica ‚Florina‘ wird von einer sehr leichten Säure begleitet. Im Lager baut der Malus Domestica ‚Florina‘ seine Säure ab. Der dann süße Lagerapfel ‚Florina‘ ist leicht parfümiert und behält seine knackige, feste Schale.
Reifezeit
Der Apfelbaum ‚Florina‘ tritt ab April in die Blüte. Es bildet sich ein Meer an vielen, kleinen Blüten, die diesen Malus Domestica kennzeichnen. Diese sind rosa gefärbt und werden von Insekten gerne als Nahrungsquelle genutzt. ‚Florina‘ ist ein guter Pollenspender und somit ist auch der Malus Domestica ‚Florina‘ ein guter Befruchter. Der Apfel wird Anfang Oktober pflückreif. Wir empfehlen ihn dann für mindestens zwei Wochen ins Lager zu legen. ‚Florina‘ entwickelt hier seinen vollen Geschmack. Diesen behält er bis Januar. Die ersten Malus Domestica ‚Florina‘ können bereits im zweiten Standjahr gepflückt werden. Die Ernten sind dann regelmäßig und sehr hoch.
Verwertung
Die geschmackliche Qualität und die feste Schale der Äpfel des Malus Domestica ‚Florina‘ machen sie zu einem beliebten Snack im Büro oder auf dem Schulhof. Dabei ist es egal, ob man direkt in den Apfel beißt, oder ihn ins Müsli schneidet. Wir schneiden ihn gerne in Milchreis. Der Apfel ‚Florina‘ passt aber zu jeder Süßspeise.
Apfelbaum
Der Apfelbaum ‚Florina‘ wird in den ersten Jahren viele starke und lange Äste aufbauen. Nach diesem Wachstumsschub nimmt das Wachstum der Äste sowie des Malus Domestica insgesamt etwas ab. Es bildet sich eine auf kräftigen Ästen stehende, breite und geräumige Krone. Diese kann in den ersten Jahren durch Formschnitte des Apfelbaums ‚Florina‘ in eine gute Form geführt werden. Ein Baumschnitt sichert zudem die geschmackliche Qualität der Äpfel.
Standort
Der Apfelbaum ‚Florina‘ besitzt eine widerstandsfähige Apfelsorte. Als solche ist der Malus Domestica ‚Florina‘ breit anbaufähig. In mittleren Höhenlagen entwickelt sich der Obstbaum ebenso prächtig wie im wärmeren Weinbauklima. Der Boden sollte ausreichend feucht sein, ansonsten ist ‚Florina‘ problemlos anbaubar.

Und das sind unsere Birnen:

Birne Conference

Die Birne Conference ist eine der meist angebauten und beliebtesten Birnensorten. Sie liefert hohe und regelmäßige Erträge. Ihre süß-saftigen und wohlschmeckenden Früchte machen (bot.) Pyrus communis Conference als Naschfrucht perfekt für den Familiengarten. Die Sorte Conference stammt ursprünglich aus Großbritannien und ist seit 1885 im Handel. Die robuste Sorte erfreut mit ihren köstlichen Früchten. Die Birnen sind ab Anfang September pflückreif und bis in den November hinein genussreif. Sie lassen sich bei rund 5 – 8 °C bis Ende Dezember lagern. Die Schale ist glatt und druckfest, das Fruchtfleisch grün-gelblich. Der Geschmack der Birne Conference ist würzig, schmelzend und überaus saftig. Die Früchte sind mittelgroß und länglich geformt. Die Blütezeit dauert von April bis Mai. Dann präsentiert sich der Birnenbaum ist weißer Blütenpracht. Ein Summen und Brummen ist zu vernehmen, denn die Blüten locken Bienen, Hummeln und andere Insekten an.

Die Birne Conference erreicht eine Höhe von drei bis vier Metern. Der Kleinbaum verzeichnet einen Jahreszuwachs von 30 bis 40 cm. Der Obstbaum ist sommergrün und hat eiförmige Blätter. Diese sind mittelgrün und nehmen im Herbst eine wunderschöne orangegelbe Farbe an. Pyrus communis Conference entwickelt sich optimal auf einem nährstoffreichen und ausreichend feuchten Boden. Die Birne bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Gärtner lässt ihr regelmäßig Gießwasser zukommen und achtet darauf, dass die Erde in der Zwischenzeit abtrocknet. Sinnvoll ist ein windgeschützter Standort für die Conference. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist von Januar bis Februar. Dadurch können sich die unteren Äste entwickeln, und die Birnen erhalten in der Mitte ausreichend Sonne. Die Birne Conference eignet sich für Höhenlagen bis 1000 Meter. Die beste Pflanzzeit ist von März bis in den Oktober. Die Birnen schmecken frisch vom Baum am besten. Sie eignen sich außerdem für Säfte, Süßspeisen, Kompott oder als Kuchenbelag.

Herbstbirne Köstliche von Charneux

Die Herbstbirne Köstliche von Charneux trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Die süßen und saftigen Früchte sind einfach zu lecker, um zu widerstehen! Schon optisch versprechen sie groß und sonnengelb höchsten Genuss. Sonnenseitig sind die reifen Birnen streifenartig gerötet und hängen verlockend an den Zweigen. Doch nicht nur wegen ihrer Früchte begeistert die (bot.) Pyrus communis Köstliche von Charneux. Gärtner schätzen diesen Obstbaum vornehmlich wegen seiner robusten Art. Er ist pflegeleicht und zeigt sich anspruchslos gegenüber dem Boden und toleriert verschieden Standorte.

Dieser Obstbaum ist ganzjährig ein sagenhaft schöner Blickfang. Im Frühling bezaubert die Herbstbirne Köstliche von Charneux mit ihren weiß bis zartrosa gefärbten Blüten, die lange vor dem Laub austreiben. Die zwei bis drei Zentimeter großen Blüten sind doldenförmig angeordnet und wirken buschig. Während der gesamten Blütezeit schwebt ein herrlicher Duft über dem Grundstück. Nach der Blüte sprießen die Knospen der mittelgrünen Laubblätter. Binnen weniger Tage sorgen sie für eine blickdichte und sommerlich grüne Baumkrone. Langsam entwickeln sich die Früchte. Sie erscheinen anfänglich eiförmig und erlangen ihre typische Birnenform kurz vor der Reife. Die Pyrus communis Köstliche von Charneux ist eine Zuchtsorte aus dem namensgebenden Charneux in Belgien. Ihre guten Eigenschaften sind ideal für das Klima in den mittleren Höhenlagen. Wegen ihrer pflegeleichten und robusten Eigenschaften hat sich dieser Birnenbaum in den mitteleuropäischen Gärten etabliert.

Diese Herbstbirne bevorzugt einen sonnigen Platz und dankt die wärmenden Strahlen mit großen schmackhaften Früchten. Auch im Halbschatten gedeiht Pyrus communis Köstliche von Charneux prächtig und ihre Birnen sind hier nicht minder lecker! Nur schattige Standorte sind für diese Herbstbirne nicht zu empfehlen. Hier entwickeln sich die Früchte kleiner und der Ertrag fällt geringer aus. Der Gärtner bewässert junge und frisch gepflanzte Bäume. Ausgewachsene Exemplare der Herbstbirne Köstliche von Charneux ziehen genügend Feuchte aus dem Boden. Nur bei langen Trockenperioden gießt der Gärtner das Gehölz. Im Herbst belohnt die Köstliche von Charneux den Gärtner mit einer reichen Ernte und leckeren Birnen. Sie sind an den Ästen ein hübscher Anblick. Das mittelfeste Fruchtfleisch schmeckt am besten, wenn die Farbe der Birne ein tiefes Gelb erreicht, das von ihrer vollen Reife spricht. Von Anfang Oktober bis in den November ist die Zeit ihrer Ernte. Diese Sorte ist ein guter Pollenspender für andere Obstbäume. Für sich selbst wünscht sich die schöne Belgierin Befruchtersorten wie Conference, Gräfin von Paris, Gute Luise oder Kaiser Alexander. Wählt der Gärtner einen dieser Birnbäume für die Nachbarschaft, rechnet er mit höheren Erträgen.

Die typische Landschaftsform in Baden-Württemberg, und somit auch auf unseren Streuobstwiesen, ist die sog. „Magere Flachland-Mähwiese“, bzw. in höheren Lagen die „Berg-Mähwiese“. Die jahrhundertelange extensive Nutzung durch den Menschen hat zur Entstehung dieses artenreichen Lebensraumtyps geführt. Was kennzeichnet eine solche Wiese? Zum einen eine nur 1- bis 2-malige Mahd pro Jahr (und zwar erst nach der Hauptblütezeit der Gräser ) und eine geringe bzw. fehlende Düngung. Nur dadurch entsteht eine blütenreiche Wiese, die einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten darstellt und darüber hinaus auch noch einen hohen landschaftsästhetischen Wert besitzt.

Wieso sehen wir aber so häufig „Graswüsten“ auf denen im Frühjahr nur noch Löwenzahn blüht?  

1.) Wiesenblumen brauchen Licht zum Wachstum. Auf vielen (Streuobst-)wiesen wächst  das Gras so stark, dass die Blumen geradezu überwuchert werden. Ohne Licht und unter der Wurzelkonkurrenz des Grases gehen sie ein. Zudem ist der Baumbestand auf vielen Streuobstwiesen deutlich zu dicht und die daraus resultierende Beschattung führt zu o.g. Ausbleiben der gewünschten Pflanzenarten wie Glatthafer, Wiesen-Salbei, Hahnenfuß uvm..

2.) Viele Wiesen sind überdüngt und damit zu nährstoffreich für die blühenden Pflanzen, die einen mageren Boden benötigen. Wie kommt es zu diesen sehr nährstoffhaltigen Böden? Zum einen rieseln jedes Jahr mit Regen und Staub große Mengen Stickstoff aus Hausheizungen, Motoren und Industriefeuerungen auf die Wiesen. Wird das Mähgut nicht abtransportiert, sondern verbleibt auf der Wiese – wie es z.B. beim Mulchen der Fall ist – werden die Nährstoffe aus dem so angereicherten Mähgut wieder in den Boden eingetragen. Der Boden wird zu nährstoffreich, Gras kann sich ausbreiten und die Wiesenblumen mit ihren Ansprüchen an magere Böden bleiben aus. Die Wiese wird zur Graswüste ohne Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten.

Was ist also zu tun ?

Auf Wiesen, die längere Zeit falsch gepflegt wurden, kehren die Blumen nicht ohne Weiteres durch richtige Nutzung, Mähen und Heuen zurück. Einige Zeit lang sind zwar die Samen im Boden noch keimfähig. Aber nach etwa fünf Jahren ist die „Samenbank“ erschöpft.

Zunächst gilt es also einmal, Saatgut zu erhalten, dass zur Lage und den Bodenbeschaffenheiten passt. Blühmischungen aus dem Baumarkt mit bunten oder exotischen Blumen sind denkbar ungeeignet. Verschiedene Saatguthersteller halten jedoch regionale Samenmischungen für Wildblumen-Wiesen bereit, die an die jeweiligen Naturräume angepasst sind und daher besser keimen und wachsen. Ein entsprechendes Angebot finden Sie z.B. bei Saaten Zeller,  Syringa Pflanzen und Rieger-Hoffmann.

Nachfolgend möchten wir Ihnen vier Methoden vorstellen, die es Ihnen ermöglichen wieder eine artenreiche Blumenwiese zu erhalten. Wir bedanken uns an dieser Stelle beim „Netzwerk Blühende Landschaft – Regionalgruppe Tübingen“, vom deren sehr informativen Internetseite wir die nachfolgend vorgestellten Methoden übernommen haben.

Vollständige Neueinsaat der Wiese:

Dies ist die aufwändigste Methode. Sie erfordert den Umbruch der Wiese mit Fräse oder Grubber und die Herstellung eines Saatbetts. Es kann Probleme mit der Naturschutzbehörde geben, wenn diese einen Wiesenumbruch nicht erlaubt. Deshalb sollten sie vor solch einer Maßnahme zunächst Kontakt mit dem Landratsamt aufnehmen! Da die meisten Wiesenblumen und Gräser Lichtkeimer sind, sollte beim Säen darauf geachtet werden, dass die Samen nicht unter die Erde gelangen. Anschließend sollten Sie das Ganze walzen, damit die Samen Bodenschluss haben.

Die Mähgut-Übertragung

Dazu wird auf das vorbereitete Saatbett Mähgut benachbarter artenreicher Wiesen aufgebracht (wenn es welche gibt). Genaueres wird hier beschrieben:

Übersaat in den Bestand

Für diese Variante braucht es offene Stellen und wenig Konkurrenz durch die bestehenden Gräser. Scharfes Eggen und Aufkratzen des Pflanzenbestands werden vielfach als Voraussetzung genannt. Es gibt aber auch Hinweise in der Literatur, dass die Einsaat bei ausgemagerten Beständen gelingt, wenn etwa 2 – 3 Wochen vor der Mahd gesät wird. Dies soll das Austrocknen verhindern und damit das Keimen begünstigen. Mit der Mahd wird anschließend Licht für die neuen Pflänzchen geschaffen.

„Hosentaschen-Saat“ für kleinere Flächen

Wenn die Wiese ein paar Jahre lang ordentlich und nicht zu spät gemäht und abgeräumt wurde, werden Sie feststellen, dass der Bestand beginnt, lichter zu werden. Es zeigen sich offene Stellen, u. a. durch Ameisennester und Regenwürmer. Sammeln Sie einfach aus der Umgebung bei Ihren Spaziergängen immer wieder einmal abgeblühte Blüten- bzw- Samenstände von ähnlichen Flächen (Hangneigung, Ausrichtung). So erhalten Sie bestes autochthones (regionales) Saatgut, welches Sie anschließend einfach auf Ihrer Wiese verteilen, z.B. auf die offenen Stellen. Danach die Samen noch etwas festtreten und abwarten welche Pflanzen sich ansiedeln.

Werkstatt Helmstedt (WIR)

Markus Jacobi
05351 – 54459-12
05351 – 54459-37
m.jacobi@lebenshilfe-he-wf.de

Porschestraße 13A &
Emmerstedter Straße 20
38350 Helmstedt

Fragen zum Projekt, Ideen, Anregungen und Vorschläge bitte gerne an:

Markus Eickhoff
05351 – 54459-48
m.eickhoff@lebenshilfe-he-wf.de

Porschestraße 13A &
38350 Helmstedt

Zusätzliche Informationen rund um das Thema Streuobstwiesen und Naturschutz findet Ihr unter den folgenden Links:

Link zur NABU Webseite folgt.

Link zur BUND Webseite folgt.

Link zum LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. folgt.