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Politik trifft Werkstatt
Es ist mal wieder soweit. Am 13. September sind wir aufgefordert, die Bürgermeister, Land- und Gemeinderäte zu wählen. Hier in Wolfenbüttel hat sich Dr. Sascha Dietrich, der Bürgermeister-Kandidat der SPD in unserer Werkstatt in Fümmelse vorgestellt. Begleitet wurde er von Hannah Hintze vom Ortsrat.
Dr. Dietrich ist Jurist und im Ministerium für Arbeit und Soziales in Berlin tätig. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Wolfenbüttel und pendelt zwischen Berlin und seiner Heimatstadt hin und her.
Zunächst stellte Einrichtungsleiter Felix Grimme die Werkstatt in Fümmelse vor, erklärte die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen und die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder, wie Montage, Hauswirtschaft, Tischlerei und Montage. Er ging zudem auf das Thema Bürokratieabbau ein und stieß bei unserem Gast damit auf offene Ohren.
Geschäftsführer Bernd Schauder berichtete über die jährlich entstehende Finanzlücke im gesamten Kindergartenbereich. Die Stadt Wolfenbüttel hat nur unzureichend auf die Personalkostensteigerung und die allgemeine Verteuerung reagiert. Hier muss unbedingt verhandelt werden, was seitens Dr. Dietrich bestätigt wurde.
Kai-Richard Meyer, der Vorsitzende des Werkstattrates und Ines Schönian, die Frauenbeauftragte, hatten Fragen zum barrierefreien und sozialen Wohnungsbau, zu inklusiven Arbeitsplätzen bei der Stadt Wolfenbüttel und zur Bereitschaft des Bürgermeisterkandidaten, am sogenannten „Schichtwechsel“ teilzunehmen. Besonders bezahlbarer Wohnraum steht kaum zur Verfügung. Alleinlebende Menschen, die auf Unterstützungsleistungen angewiesen sind, dürfen lediglich über 50m² Wohnfläche verfügen. Davon gibt es kaum Angebote und schon gar nicht barrierefrei. Der Trend beim Bauen geht zu großen Wohneinheiten für die Besserverdiener. Menschen mit Behinderung bleiben dabei auf der Strecke.
Weiterhin ging es um die Bereitschaft des Kandidaten, sich um die Einstellung von Menschen mit Behinderung bei der Stadt Wolfenbüttel einzusetzen. Er war sehr interessiert an unserem Fachdienst zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt, kurz FBI und möchte der Lebenshilfe bei der Vermittlung sehr gern helfen. Außerdem zeigte sich Dr. Dietrich bereit, am Schichtwechsel mit einem Beschäftigten den Arbeitsplatz zu tauschen.
Dr. Joop van den Heuvel, der Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. ging auf die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe ein. Er betonte, dass die Einsparungen nicht auf dem Rücken der Betroffenen getätigt werden dürfen. Um Kosten effizienter zu steuern, sind Allianzen auf allen Ebenen erforderlich.
Zum Abschluss konnte sich Dr. Dietrich bei einem Rundgang noch von dem vielfältigen Arbeitsangebot der Werkstatt überzeugen.
Joachim Kowol
j.kowol@lebenshilfe-he-wf.de







